Molkerei Müller – seit über 100 Jahren ein verläßlicher Partner der bayerischen Landwirte

 

31.03.08

Müller offeriert 0,15 Cent/kg über dem durchschnittlichen Milchpreis der Region Bayerisch Schwaben/Allgäu sowie einen einmaligen Vertragsbonus von 0,22 Cent/kg


(Aretsried, 31. März 2008) Kein Verständnis hat man bei Müller-Milch für die von den Milcherzeugergemeinschaften gegen die Molkerei initiierte Demonstration wegen der Milchpreise. Das Unternehmen sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Es seien den Erzeugergemeinschaften in jüngster Zeit sehr faire Angebote im oberen Drittel des Marktpreises gemacht worden. Die Erzeugergemeinschaften hätten diese rigoros abgelehnt. Bei dem Unternehmen fragt man sich daher inzwischen, ob die Erzeugergemeinschaften noch die Interessen ihrer Mitglieder vertreten.

Ende 2007 sind die Lieferverträge zwischen Müller-Milch und den Milcherzeugergemeinschaften Augsburg-West, Augsburg-Süd/Ammersee und Nordschwaben ausgelaufen.
Seither stehen die jahrzehntelang wirtschaftlich erfolgreich zusammen arbeitenden Geschäftspartner in Verhandlungen über die Neufestsetzung der Zusammenarbeit.

Müller-Milch hat in diesem Zusammenhang den Vertragspartnern Angebote unterbreitet, die an die Grenze der Belastbarkeit für die Molkerei gehen. Konkret liegen zwei alternative Vorschläge von Müller-Milch auf dem Tisch: Das Unternehmen ist bereit, Zweijahresverträge mit den Erzeugergemeinschaften abzuschließen und einen Milchpreis zu zahlen, der 0,15 Cent über dem durchschnittlichen Milchpreis in der Region Schwaben/Allgäu (ZMP) liegt. Das bedeutet, daß die Molkerei gewillt ist, einen Milchpreis zu akzeptieren, der im Vergleich zum Wettbewerb deutlich im oberen Drittel liegt. Außerdem hat sich das Unternehmen bereit erklärt, zusätzlich einen Zweitageszuschlag von 0,20 Cent/kg und einen MEG-Zuschlag von 0,10 Cent/kg zu zahlen. Darüber hinaus sieht der Vorschlag der Molkerei einen einmaligen Vertragsbonus von 0,22 Cent/kg vor.

Die Milcherzeugergemeinschaften haben es abgelehnt, sich auf diese Lieferkonditionen mit Müller-Milch zu einigen.

Gleiches gilt für das von Müller-Milch den Verhandlungspartnern unterbreitete Alternativangebot. Dieses sieht eine Preisvereinbarung für die Laufzeit von einem Monat bei jederzeitiger Kündbarkeit der Lieferbeziehungen vor.
Anstelle des vertraglich vereinbarten Milchpreises würde ab dem Kündigungszeitpunkt die weitere Belieferung auf der Basis des jeweils aktuellen Milchmarktpreises (Spotmarkt) erfolgen.
Die Milcherzeugergemeinschaften haben auch diese für die Landwirte attraktive Preisgestaltung zurückgewiesen. Sie fordern stattdessen einen Vertragsabschluß, der ihnen einseitig die Vorzüge aus beiden Alternativvorschlägen sichert und die möglichen wirtschaftlichen Nachteile allein Müller-Milch aufbürdet, insbesondere jedoch das Risiko der Rohstoffsicherheit. Sie fordern bei einer möglichst kurzfristigen Preisbindung von 3 bis 4 Monaten einen deutlich über dem Marktpreis liegenden Erzeugerpreis, wie er von Müller-Milch für eine angfristige Lieferbeziehung angeboten worden war.

Maßlose Forderungen dieser Art beschädigen nach Auffassung von Müller-Milch das in Jahrzehnten gewachsene menschliche und wirtschaftliche Vertrauen auf die Verläßlichkeit der Erzeugergemeinschaften als Vertragspartner. Die Erzeugergemeinschaften sind dabei, gewachsene Strukturen zu zerstören und gegen die vitalen Interessen der bayerischen Landwirte zu handeln. Müller-Milch wird sich jedenfalls auf einen für das Unternehmen ruinösen Kampf um Preise und Lieferkonditionen nicht einlassen. Daran ändern auch Demonstrationen nichts.